Jacobin Magazin N°5: Pause

by GUDBERG NERGER

€10.00

Nach diesem Jahr brauchen wir alle eine Pause. Wie wir uns mehr Freizeit und weniger Arbeit erkämpfen können, erfährst du in der neuen JACOBIN-Ausgabe.

Work,
work,
work,
work,
work,
work
–Rihanna


Inhaltsverzeichnis
Pause – Ole Rauch

Am Pranger
Von 1.000 Babyschildkröten überlebt nur eine – Fabian Vugrin
Ich liebe Fußball, aber der Kapitalismus hat ihn unter sich begraben – Jonas Junack

Schwerpunkt: Pause
Arbeit, alles Arbeit – Ines Schwerdtner
Geld arbeitet nicht – Alexander Brentler
Das deutsche Modell hält nicht ewig – Fabian Vugrin und Alexander Brentler
Was die Welt zusammenhält – Katy Fox-Hades
Den Laden am Laufen halten – Jonas Junack
Die Politik der Anerkennung ist gescheitert – Ines Schwerdtner
Fiverr-Träume – Andy King
Angst vorm Abstieg – Göran Therborn
Die Roboter nehmen uns nicht die Jobs weg – Interview mit Aaron Benenav von Astrid Zimmermann
700 Jahre Seuche – Freg J. Stokes
Für ein Recht auf echte Faulheit – Alexander Brentler
Lauter kleiner Diktaturen – Thomas Zimmermann
Von unten sieht alles ganz anders aus – Christian Baron
Dolly Parton hat uns verraten – Astrid Zimmermann
Wollen wir wirklich Arbeitern beim Arbeiten zusehen? – Wolfgang M. Schmitt

Kulturpalast
Die revolutionäre Komponistin – Anna Schors

Kleine Freuden
The Internet Speaks
Der Arbeitstag
Hendl your Business – Lukas Weidinger
Der Park der Zukunft – c/o now
Work hard, play hard –War and Peas
Luna Wolters’ Horoskop


Jacobin ist eine der führenden sozialistischen Publikationen. Angefixt von den rapiden Lernprozessen und stellenweisen Durchbrüchen der internationalen Bewegungen, richten wir unseren Blick auch auf die Schlappheit und die düsteren Tendenzen in unseren Breiten – ganz wie unsere Schwesterzeitschriften bei Jacobin Italia, Jacobin Brasil & Co. Auch das deutschsprachige Magazin ist keine bloße Kopie, sondern Übersetzung im doppelten Sinn: eigenständige Aneignung des Jacobin-Stils für unsere eigenen Beiträge, plus sprachliche Übertragung von bestehendem, großartigen Material aus der US-amerikanischen Ausgabe

Die unerwartete Rückkehr des demokratischen Sozialismus – dafür steht das Jacobin Magazine. Nach 40 Jahren härtestem Neoliberalismus findet auf seinen Seiten ausgerechnet in den USA eine selbstbewusste und mutige Bewegung ihren Ton: »Für einen Sozialismus, den wir noch erleben.«Zuerst Phänomen einer kleinen Szene, ist die Zeitschrift spätestens mit dem Antritt Bernie Sanders’ und den Wahlsiegen junger Sozialistinnen wie Alexandria Ocasio-Cortez das Medium einer Bewegung geworden, deren Zeit gekommen ist. »Class struggle social democracy« lautet ihr gemeinsamer Nenner. Ein unerschrockener Angriff auf die Macht der Reichen, der Banken und der Klasse der Eigentümerinnen und Eigentümer, von denen eine Handvoll die Hälfte der Welt unter sich aufteilt. Ein Angriff nicht mit Gewehren, sondern durch die massive Organisierung normaler Menschen, die von Haus zu Haus gehen und ins Gespräch kommen, lernen, ihre Macht zu nutzen, abgelebte Parteibürokratien zurückerobern, sich an ihren Arbeitsplätzen zusammentun und streiken. In Jacobin drückt sich ein politischer Ansatz aus, der überlebt, auch wenn die derzeitigen Programme, ihre Anführerinnen und Anführer besiegt werden.