




Das Wetter Ausgabe #38
»Das Wetter« verbindet Zeitgeist mit Zeitlosigkeit, sowie Diskurs-Punk mit Straßenrap, Pop mit Literatur und ein stilvolles Design mit qualitativ hochwertigen Texten, Fotos und Illustrationen.
Das Wetter #38. Die Ausgabe für den Sommer 2026. Mit Ikkimel, Rin, Baran Kok und Devrim Lingnau Islamoğlu in den Coverstrecken, fotografiert von Jonas Unden, David Spaeth, Bahar Kaygusuz und Jonas Höschl.
Darüber hinaus lest ihr auf 120 Seiten von Miriam Davoudvandi, Nils Keppel, David Szalay, Milo Rau, Tezer Özlü, Hendrik Otremba und Cihan Çakmak - unter anderem. Der Fokus dieser Ausgabe liegt auf einem pop-geprägten Blick auf die politischen Umstände, in denen wir leben. Lina Muzur, Jonathan Guggenberger und Dominik Renneke reagieren mit kurzen Erzählungen. Niko Kappel berichtet aus Jakarta, Jona Spreter aus den USA, Helene Slancar aus dem Wiener Punk-Untergrund. Das Literarische Quarktett interviewt den Verbrecher Verlag und Vincent Koch die Leitung des Theater Magdeburg, die Münchner Literaturwissenschaftlerin Erika Thomalla wiederum redet mit der Dummy, Hermes Baby und Das Wetter, sowie mit Hengameh Yaghoobifarah, Ronja von Rönne und Jens Balzer über die Relevanz von popliterarischem Schreiben in der Gegenwart.
Texte
Laura Aha, Zeynep Bozbay, Nina Sternburg, Sascha Ehlert, Jonathan Guggenberger, Niko Kappel, Vincent Koch, Charlotte Krafft, Lina Muzur, Fatima Njoya, Timo Posselt, Dominik Renneke, Helene Slancar, Jona Spreter, Erika Thomalla, Johann Voigt u.v.m.
Fotografie
Bahar Kaygusuz, Jonas Höschl, Caroline Schmidt, Helene Slancar, David Spaeth, Jonas Unden, Niko Kappel
Editorial
Ihr Lieben,
Diese Ausgabe musste leider ein wenig gruselig werden. Und das ist nicht mal im
Suspense-Sinne gemeint, geschweige denn, dass dieses achtunddreißigste Wetter-Heft von Übersinnlichem durchzogen ist. Vielmehr ist es schlicht: die bundesrepublikanische Realität, die in den folgenden Texten immer wieder ihre faulige Visage durchblicken lässt. Und ja, wir wollten das genau so. Auch wenn die Schreibenden, die von uns damit beauftragt wurden, sich auf ihre Weise mit dem autoritären, anti-demokratischen, kriegerischen Drall der Gegenwart zu beschäftigen, natürlich allesamt Ergebnisse abgeliefert haben, mit denen wir so nicht gerechnet hatten.
Dass in mehreren Texten dieser Ausgabe faschistoid bis völkisch denkende und
handelnde Figuren eine zentrale Rolle spielen, ist dabei kein Zufall. Vielleicht lässt sich
Gegenwart gerade gar nicht erzählen, ohne dass ihre autoritären Versuchungen mit
auf der Bühne stehen. Literatur hat kaum die Aufgabe, Menschen zu verbessern. Eher macht sie sichtbar, was ohnehin längst da ist — in Köpfen, Körpern, Kommentarspalten, Parlamenten. Die Frage ist also womöglich nicht, warum diese Figuren in diesem Heft auftauchen. Sondern: Warum sie inzwischen so vertraut wirken.
Zum Glück ist und bleibt dieses Magazin dennoch ein literarisches Popmagazin.
Was einerseits bedeutet, dass all die Texte in diesem Heft nicht den nüchternen Gesetzen des Journalismus, sondern denen der Kunst gehorchen, also aus dem Schlechten etwas — mindestens — Ansehnliches zu machen gedenken. Und darüber hinaus resultiert dieser Umstand natürlich auch in dieser Ausgabe wieder in Interviews und Portraits mit und über Menschen, die Kunst schaffen, die mal hoffnungsvoll nach vorn schauen, mal sich wütend an Ungerechtigkeiten abhandeln, mal das Menschsein feiern. Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von Das Wetter.
Euer Sascha Ehlert
GUDBERG NERGER
MON – SAT, 12:00 - 18:00
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Phone: +49(0)40 - 81 95 15 0
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