Behelfsheim

by Enver Hirsch & Philipp Meuser

€35.00
During and shortly after the end of the Second World War, hundreds of thousands makeshift homes (Behelfsheime), were built in and around the destroyed cities of Germany. Many of them were built amidst allotment gardens (Schrebergärten), as these had largely been spared from the bombing of the Allies. Constructed of debris or simplest building materials, most of these houses have since undergone a continuous structural and spatial upgrade.

The first inhabitants and their descendants were provided with a lifelong right to stay, but the time of the Behelfsheime is slowly coming to an end, as this form of living is no longer tolerated: Living space in Germany's big cities is becoming scarce and allotment gardens offer an opportunity for urban densification. After the death or departure of the inhabitants, the houses are demolished or scaled down to the size of an allotment garden cottage.

The photo book “Behelfsheim” deals with the inside and outside of the last remaining Behelfsheime. It combines artistic-documentary photographs with historical graphics, the protocol of a surreal panel discussion and classifies the phenomenon in terms of architectural history.

Hirsch and Meuser document a type of house and its materiality, in which post-war history becomes visible and create the last possible documentation of a temporary arrangement that has survived to this day.

BEHELFSHEIM
Enver Hirsch & Philipp Meuser, 2020

Foil embossed linen flexback, clothbound
21 x 25,5 cm, 148 pages, 3 foldouts
51 colour images, 53 archival illustrations
Texts by Holger Fröhlich, Julia Lauter & Jan Engelke
(English/German)
First Edition of 500
Self-published


Während und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs entstanden im zerstörten Deutschland hunderttausende von Behelfsheimen, auch inmitten von Kleingartenvereinen, da diese vom Bombardement der Alliierten weitgehend verschont geblieben waren. Konstruiert aus Trümmern oder einfachsten Baumaterialien, haben die meisten dieser Häuser seit ihrer Entstehung eine stetige bauliche Veränderung erfahren um sie strukturell oder räumlich aufzuwerten.

Die Zeit der Behelfsheime geht nun langsam dem Ende entgegen, da die Wohnform nicht länger geduldet wird: Wohnraum in der Stadt ist knapp und Kleingärten bieten sich der Stadt als Nachverdichtungsflächen an. Zwar wurden die ErstbewohnerInnen und ihre Nachkommen mit einem lebenslangem Bleiberecht ausgestattet, nach deren Auszug oder Tod werden die Häuser jedoch meist abgerissen oder auf die Größe einer Kleingartenlaube zurückgebaut. 

Das Fotobuch „Behelfsheim“ beschäftigt sich mit dem Innen und Aussen dieser letzten existierenden Behelfsheime. Es verbindet künstlerisch-dokumentarische Fotografien mit historischen Grafiken, dem Protokoll einer surrealer Podiumsdiskussion und ordnet das Phänomen architekturgeschichtlich ein.

Hirsch und Meuser dokumentieren einen Häusertyp und dessen Materialität, bei dem Nachkriegsgeschichte sichtbar wird und schaffen die letztmögliche Dokumentation eines Provisoriums, das die Zeit bis heute überdauert hat.


Foliengeprägtes Leinen-Flexcover, fadengeheftet
21 x 25,5 cm, 148 Seiten, 3 Ausklappseiten
51 Farbabblidungen, 53 historische Illustrationen
Texte von Holger Fröhlich, Julia Lauter & Jan Engelke
(Englisch/Deutsch)